FAQ – Kryptowährungen & Blockchain in Liechtenstein


Was ist bei der Bilanzierung von Kryptowährungen zu beachten?

Es gelten die Grundsätze einer ordnungsgemässen Rechnungslegung gemäss §1045-1062a PGR. Dies sind insbesondere:

  • Vollständigkeit und Richtigkeit
  • Klarheit und Wesentlichkeit
  • Vorsichtsprinzip
  • Sicherstellung Fortführung der Unternehmenstätigkeit
  • Stetigkeit in Darstellung und Bewertung
  • Verrechnungsverbot (Bruttoprinzip)
  • Periodengerechtigkeit
  • Dokumentation
  • Rechtzeitigkeit und Aktualität

Was ist ein Initial Coin Offering (ICO)?

Im Kern entsprechen ICOs dem Prinzip eines klassischen Börsengangs. Bei einem ICO kauft der Anleger die neu emittierte Kryptowährung im Tausch gegen Fiatgeld oder anderen Kryptowährungen.

Mehr Informationen unter crypto-tax.li (unserer Beratung für Crypto & Blockchain Mandanten).


Wie ist die Besteuerung auf Kryptowährungen in Liechtenstein?

Eine natürliche Person mit unbeschränkter Steuerpflicht in Liechtenstein ist mit dem weltweiten Erwerb steuerpflichtig, daher unterliegen Kryptowährungen der Deklarationspflicht. Das Vermögen wird zum Beginn des Steuerjahres (01.01) in CHF bewertet.

Im liechtensteinischen Steuerrecht wird darauf geachtet, dass Doppelbesteuerung vermieden wird. Um dies zu konkretisieren: Vermögen, welches durch die Vermögenssteuer besteuert wird, unterliegt nicht mehr der Erwerbssteuer, daher sind die Spekulationsgewinne von Kryptowährungen steuerfrei. Dies wirkt sich vorteilhaft auf den Deklarations- und Dokumentationsaufwand aus. 

Das Mining hingegen wird in Liechtenstein als Einkommensquelle angesehen, daher unterliegt es der Erwerbssteuer. Die Ausgaben für das Mining, beispielsweise IT- und Stromkosten können steuerlich geltend gemacht werden.
Bei juristischen Personen müssen die Wertveränderungen deklariert werden, diese unterliegen der Ertragssteuer von 12,5%. Eine Reduktion des Steuersatzes kann durch den Abzug der Eigenkapitalrendite erzielt werden.

Mehr Informationen unter crypto-tax.li.


zurück