FAQ – IP-Box Liechtenstein


Welche Vorteile hatte eine IP-Box in Liechtenstein?

Insbesondere für kleine, ressourcenarme Länder wie Liechtenstein ist die nachhaltige Zukunftssicherung durch Forschung und Entwicklung lebenswichtig. Ein Instrument zur Förderung von Forschung und Entwicklung sind die sogenannten IP-Box Systeme. Ein solches IP-Box Regime (Abzug von Immaterialgüterrechten) wurde zum 1. Januar 2011 auch in Liechtenstein eingeführt. Art. 55 SteG normierte, dass ein Betrag in Höhe von 80% der Summe der positiven Einkünfte aus Immaterialgüterrechten als geschäftsmässig begründete Aufwendung gilt.

Der Sonderabzug von 80% der Summe der positiven Einkünfte aus Immaterialgüterrechten führte dazu, dass sich die Bemessungsgrundlage für diese Einkünfte auf 20% reduzierte. Daher betrug der effektive Steuersatz für Einkünfte aus Immaterialgüterrechten folglich 2,5%. Durch die Reduktion der Steuerbelastung können Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil erzielen.

Die IP Box wurde im Jahr 2016 in Liechtenstein abgeschafft. Dies ist in Abhängigkeit davon, dass die OECD und die G20-Staaten mit dem «BEPS» eine Rechtsordnung eingeführt haben, um Steuerlücken zu schliessen, insbesondere für international tätige Unternehmen.


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